Hier werde ich schöne Gedichte über den lieben, alten und guten Teddybären einstellen.

 

 

Wenn jemand von meinen Lesern ein schönes Gedicht hat, kann er es mir senden. Ich werde es gerne für alle hier unter Poesie einstellen.

 

 

 

 

Teddybär


Es war ein Kind,

dass nicht viel hatte,

aber es hatte dich.

Du warst da, als es dich brauchte

und das vergisst es dir nicht.

Bist neben ihm gelegen in langen Nächten,

hast ihm erzählt von deiner Last.

Er hat geduldig zugehört

und mit dir, deine Kindheit verbracht.

Dann kam die Zeit, als er in eine Kiste kam,

viele Dinge waren dort untergebracht.

Verstaubt, verkümmert und nicht mehr beacht,

hat er gewartet, auf dich, das Kind.

Das Kind ist jetzt groß und hat selber schon Kinder,

eines Tages hat es an dich gedacht.

Es erinnerte sich an seine Kindheit,

ein Traum dich zu finden, war plötzlich erwacht.

Das Erwachsene Kind und der kleine Bär,

welch warme Gefühle es wieder für dich hegt.

Du heute nun wieder bei ihm bist,

du Kind und dein kleiner Teddybär.
 

von Silvia Maier 2008 
 

 

 

 Schon siebzig Jahr bist du mein Freund,
hast mit mir gelacht und auch geweint.
An meiner Seite ausgeharrt,
mich vor großer Dummheit bewahrt.
Wie oft hab' ich dich geknuddelt,
wieder aus dem Müll gebuddelt,
doch auch mit zerrupftem Fell
warst du als Tröster stets zur Stell'.
Was hätte ich für'n traurig Leben,
hätt's, dich, mein Teddy, nicht gegeben!
Nun tröstest du mein' Enkel Robert,
hast sein Herz im Sturm erobert.
Ich hoffe, dass er nie vergisst,
dass du was ganz Besond'res bist.

( Verfasser unbekannt )

 

 

 

 

Ladislaus und Annabella

In der Ecke eines Fensters
unten rechts im Warenhaus
sitzt die Puppe Annabella
mit dem Bären Ladislaus

Annabella weint und jammert
Ladislaus der grunzt und schnauft
Weihnachtsabend ist gekommen
und die Zwei sind nicht verkauft

"Armer Bär", säufzt Annabella
"Arme Puppe", schluchzt der Bär
Tränen kullern in die Ecke
und das Herz ist Beiden schwer

In dem leeren Warenhause
löscht man langsam Licht um Licht
nur in diesem einen Fenster
da verlöscht die Lampe nicht

Voller Mitleid mit den Beiden
lässt der brave, alte Mann
von der Wach-und Schließgesellschaft
diese letzte Lampe an

Dann verlässt er Annabella
und den Bären welcher klagt
und mit sehr gepresster Stimme
"Lebe wohl" und "Servus" sagt

In der menschenleeren Straße
abendstill und schneeverhüllt
sind die Beiden in dem Fenster
ein betrüblich Jammerbild

Traurig vor der großen Scheibe
fallen Flocken leicht wie Flaum
und im Hause gegenüber
glänzt so mancher Lichterbaum

Zehn Uhr schlägts vom nahen Turme
und fast schlafen Beide schon
da ertönt im Puppenhause
laut das Puppentelefon

"Hallo", fragt der Bär verschlafen
"Hier im Kaufhaus, wer ruft an?",
da vernimmt er eine Stimme
und die brummt "Der Weihnachtsmann"

"Oh", ruft Ladislaus erschrocken
"Was darfs sein? Ich bitte sehr"
"Eine schöne Puppenstube,
eine Puppe und ein Bär"

"Das ist alles noch zu haben",
ruft die Puppe Annabell
"Kommen sie zum Warenhause,
unten rechts, doch bitte schnell!"

Das ist eine Überraschung
Ladislaus kämmt schnell den Schopf
und die Puppe Annabella
pflicht ein Schleifchen in den Zopf

Und kaum zehn Minuten später,
kommt ein Schlitten, kommt ein Ross
und ein Alter steigt vom Schlitten
und ein Schlüssel knarrt im Schloss

Ladislaus der quiekt und jodelt
Annabella lacht und singt
als der Weihnachtsmann die Beiden
in den Pferdeschlitten bringt

Grad in diesem Augenblicke
kommt der brave, alte Mann
von der Wach-und Schließgesellschaft
wieder zur Kontrolle an

Höflich grüsst er die Gesellschaft
springt zurück ins Warenhaus
holt die schöne Puppenstube
und dann trägt er sie hinaus

Leise sagt er zu der Puppe
"Frohes Fest, mein liebes Kind",
während eine kleine Träne
in den großen Schnauzbart rinnt

"Frohes Fest", sagt Annabella
"Frohes Fest", ruft Ladislaus
dann wirds dunkel in dem Fenster
unten rechts, im Warenhaus

( Verfasser James Krüss )

 

 

 

 

 


"Ode an Teddy"


Mein Teddybär, ich liebe dich

seit frühsten Kindertagen.

Du bist der beste Freund für mich,

das muss ich dir mal sagen.

Du hattest viel Geduld mit mir,

wenn Kummer mich erdrückte.

Hab Dank! Doch ich kam auch zu dir,

wenn Freude mich entzückte.

Du warst mein Trost und auch mein Halt,

das kann ich heut bekennen.

Wir zwei werden gemeinsam alt

und werden uns nie trennen.


(Marlit Kühle,Magdeburg)

 

 

 


  

 

Teddybär

ein süßer, kleiner Teddybär
der macht das Leben halb so schwer
wenn Kummer auf dem Herzen liegt
mit Teddy er sofort verfliegt
und ist dein Herz schon ganz entzwei
Teddy´s Lächeln macht es wieder neu
das Liebesleid schlägt auf den Magen
mit Teddy´s Zwinkern kannst du´s ertragen
du willst allein sein, nur für dich
doch Teddy, ja, der kümmert sich
fühlst du dich einsam und verlassen
kannst du den Teddy einfach fassen
er hört dir zu, so oft er kann
seine Äuglein nehmen dich in Bann
geschenkt hab ich dir Teddybär
er soll dir sagen: da ist noch wer!

 

( von Rainer Grothehen )

 

 

 

 

 

 

~ DANKE, ALTER TEDDY ~

 

Ich habe ihn gefunden, in einer Ecke voller Müll !

 

Er wurde wohl nicht mehr gebraucht, man hat ihn weggeworfen.

 

Weggeworfen, wiedergefunden....und endlich in den Arm genommen.

 

Seine Augen, sie blicken mich fragend an – seine Stimme, sie ist verstummt,

 

er kann nicht mehr klagen.

 

In seinen guten braunen Augen, da kann ich so unendlich viel entdecken –

 

die Erinnerung an meine Kindheit, an die Geborgenheit der frühen Jahre,

 

Jahre, in denen das Schicksal es noch sehr gut mit mir und dem Bären meinte.

 

Ich streiche über das alte lichte Fell – und denke an meine Mutter,

 

lange schon ist sie nicht mehr in dieser Welt, lange schon kann sie mich nicht mehr beschützen;

 

Oh Gott – sie fehlt mir so !!!!!!

 

Auch sie streichelte über mein Haar, nahm mich beschützend in den Arm – damals, als ich ein Kind war !

 

Und da ist es wieder ! – Dieses warme Gefühl in meinem Herzen !

 

Ist das Liebe ?

 

Ich schaue in die braunen Augen des Bären – er wurde verraten,

 

wie auch ich so oft in meinem Leben - ja, wir haben vieles gemeinsam :

 

Das Leben hat uns eingeholt, auf der Strecke geblieben sind unsere Träume,

 

die Unbeschwertheit, der Glaube an das Gute, die innere Zufriedenheit – und das Gefühl der Wärme im Herzen !

 

Ich schaue in die braunen Augen des alten Bären – und bin nicht mehr allein !

 

Der alte Teddy gibt mir die Wärme, die das Leben mir genommen hat,

 

er ist meine Mutter, mein Vater, mein Herz, meine Seele, meine Zuflucht !

 

Ich schaue in die braunen Augen des alten Bären - ich bin wieder daheim,

 

wir haben unseren Frieden gefunden – es geht uns gut !

 

Du guter alter Bär, durch Dich lerne ich wieder zu träumen - und endlich hat sich der Kreis der Zeit geschlossen.

 

DANKE, alter Teddy, dass ich Dich finden durfte,

 

Danke, dass Du Dich um mich kümmerst !

 

 

Gudrun Ludwig, Mönchengladbach, den 06.11.2002

 

 

 

 

FRÜHER

 

Ein Ohr ist ab

 

das Fell ist blank

 

das Innenleben

 

ist etwas krank.

 

Lippenstift und

 

Heuledreck

 

und von der Suppe

 

einen Fleck,

 

die Stelle

 

ist ganz abgewetzt

 

wo man ihn

 

immer hingesetzt,

 

der Blick ist traurig

 

trüb und leer

 

denn, ach

 

es will ihn

 

niemand mehr.

 

In einer leeren Kiste

 

fand

 

der Teddybär

 

den Ruhestand.

 

 

( Jürgen Spohn )

 

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